Schnitzereien

Schnitzereien / Foto: Northwest TerritoriesSchnitzarbeiten von Künstlern aus Reihen der Inuvialuit und Dene spiegeln oft das Leben in der Arktis wieder – majestätische Eisbären und Moschusochsen, Vögel, rührende Darstellung von Jägern und dramatische Bilder von spirituellen Persönlichkeiten oder Schamanen.

Es gibt zwei authentische Traditionen: Einmal das Bedürfnis nutzvolle Werkzeuge für den täglichen Gebrauch herzustellen und zum zweiten der Wunsch Objekte zu schaffen, für die persönliche Verschönerung: Amulette, Tanzkostüme, Ohrringe, Klammern, Kämme und Lippenpflöcke, geschnitzt aus Elfenbein, Knochen und Holz. Sie werden als Symbole starker Kulturen der Vergangenheit überliefert.

Heute werden diese Traditionen in Form größerer Skulpturen ausgedrückt. Obwohl es heißt, die meisten Schnitzereien und Skulpturen seien aus Speckstein, wird Speckstein heute kaum noch benutzt. Der oft genutzte Stein ist der Schlangenstein. Die Farben variieren von mattem Grau bis Weiß und von Grün-Nuancen bis hin zu Schwarz. Silt, Schiefer, Dolomitstein und Quartz werden auch hin und wieder verwendet. Andere Materialien, die zum Schnitzen genommen werden sind unter anderem Barten und Knochen vom Wal, Knochen und Geweihsprossen vom Karibu sowie Horn vom Moschusochsen. In vielen Arbeiten werden zwei oder mehr Materialien miteinander kombiniert.

Keine zwei Stücke sind je identisch. Steinschnitzereien sind selten einfach nur spröde und grau. Viele Stücke haben einen starken Glanz: freizügiges Blau, Okker, Moos-Grün und Schwarz. Ob Stein oder Knochen, alle Schnitzereien haben Eigenschaften, die Kunstliebhaber ansprechen – es scheint, als wären sie zum Anfassen gemacht.

David Ruben Piqtoukun, Brian Noksana und Eli Nasogaluak bringen Empfindlichkeiten der Inuvialuit in ihre Arbeit ein. Goota Ashoona kommt ursprünglich aus Cape Dorset. Jetzt arbeitet sie in Yellowknife und Bildhauer John Sabourin aus Fort Simpson arbeitet mit einer Dene-Perspektive.