Inuvik -Tuktoyaktuk Highway

Inuvik -Tuktoyaktuk Highway

Lust auf Kanadas neuesten Roadtrip? Die neue Allwetterstraße, die den Dempster Highway auf 137 Kilometern von Inuvik nach Tuktoyaktuk bis an den Arktischen Ozean verlängert ist nun eröffnet. Es ist die erste ganzjährig befahrbare Straße zum Arktischen Ozean und damit die erste, die Kanadas Küsten auf dem Landweg miteinander verbindet. Ein spannendes Abenteuer!

Allein die Fahrt auf diesem einzigartigen Highway ist ein episches Erlebnis durch ein völlig unerschlossenes Gebiet, das von einer meist zugefrorenen Landschaft aus Seen und Flüssen geprägt ist. Am Ende der Straße wartet eine arktische Gemeinde, die wilder und unberührter kaum sein könnte: Tuktoyaktuk.

Stetiger Begleiter auf der Fahrt zum Nordpolarmeer sind die seltsamen und zugleich wunderbaren Pingos der arktischen Küste, die wohl zu den beliebtesten Besonderheiten des Nordens zählen. Ein Kern aus Eis lässt die hochaufragenden Bergkuppen am Ufer der Beaufortsee anschwellen und die flache Tundra überragen. Der zweitgrößte Pingo der Welt ist der 49 Meter hohe Ibyuk vor den Toren Tuktoyaktuks. Das kleine Städtchen, das von seinen Bewohnern liebevoll „Tuk“ genannt wird, liegt direkt am Ufer des arktischen Ozeans– und der hat es in sich!  Fast neun Monate des Jahres ist er mit Eis bedeckt. Auch mitten im Sommer überschreitet seine Temperatur nur knapp den Gefrierpunkt. Er ist Heimat für BelugawaleRobben und Dutzende von Zugvögeln. Tuk liegt nördlich der arktischen Baumgrenze, d.h. rund um die Gemeinde ist meilenweit nur nördliche Tundra zu sehen. Trotz allem sind einige Ufer Tuktoyaktuks mit einem Gewirr von Treibholz übersät. Denn wenn der wasserreiche Frühling kommt, werden viele Bäume am Ufer des Liard und des Mackenzie Rivers entwurzelt und von der Flussströmung mitgerissen, um sich schließlich in den geschützten Buchten der Beaufortsee zu verfangen. Die Menschen in Tuk lebten daher schon immer in der einzigen arktischen Gemeinde mit einer natürlichen Holzquelle, so dass sie sich bereits früh Grassondenhäuser anstelle traditioneller Iglus bauten. Mitten in Tuktoyaktuk wurde ein solch authentisches Grassondenhaus rekonstruiert, das heute zu einem Besuch einlädt. Auch wenn Tuk heutzutage Häuser im „südlichen Stil“, einen Flughafen und Internetanschluss hat, so sind die alten Traditionen hier doch immer noch ein allgegenwärtiger Teil des Alltagslebens. Lokale Anbieter ermöglichen kulturelle Führungen durch die Gemeinde und die umliegenden Gebiete. Besonders empfehlenswert ist es, einen Besuch rund um die alljährlich stattfindenden Festivitäten Tuktoyaktuks zu planen. Jeder Wechsel der Jahreszeiten – egal ob im Sommer, Winter, Frühjahr oder Herbst – wird in der Gemeinde gefeiert. 

Tipp:

Im Besucherzentrum von Inuvik gibt es tagesaktuelle Hinweise und Touren. Buchen Sie hier bereits ein „Lunch with the Locals“ in Tuktoyaktuk. Dies sichert Ihnen nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch sehr spannende Einblicke in die Kultur und das Leben der hier lebenden Inuvialuit.